Minister Poseck steht mit sieben weiteren Persoenn nebeneinander vor einem beladenen Transporter - gemeinsam halten sie eine Fahne mit der Aufschrift "Frankfurt for Ukraine" in den Händen

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Hilfskonvoi bringt Sachspenden in die Ukraine

Das Land verabschiedete am 23. Oktober 2026 – über vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine am 24. Februar 2022 – einen weiteren Hilfskonvoi mit lebenswichtigen Gütern und Sachspenden in die Ukraine. Die Initiative „Frankfurt for Ukraine“ sammelt die Spenden. Der Transport wird vom Innenministerium organisiert und finanziert.

Neben Innenminister Roman Poseck nahmen auch Vertreter der Initiative „Frankfurt for Ukraine“ unter der Leitung von Jumas Medoff an der Verabschiedung teil. Seit Beginn des Krieges hat Hessen mit dem heutigen Konvoi 154 Hilfstransporte mit 190 LKW-Ladungen im Gesamtwert von über 14,8 Millionen Euro in die Ukraine organisiert. Dazu zählen unter anderem: 263.200 Lebensmittelpakete, 43 Stromerzeuger, 10 Heizgeräte, 3.500 Feldbetten und 6.000 Schlafsäcke, 1.400 Masken und 6.650 Filter, über 18.000 Solarpanels sowie medizinische Artikel und Röntgengeräte.

Unterstützung der Ukraine

Innenminister Roman Poseck erklärte heute in Frankfurt: „Es folgt unserem Werteverständnis und es ist auch ein Gebot der Menschlichkeit, die Ukraine in ihrem Verteidigungskampf wirkungsvoll zu unterstützen. Deutschland tut dies bereits seit mehr als viereinhalb Jahren intensiv und umfassend. Auch die Hessische Landesregierung hat nach dem russischen Angriff auf die Ukraine vielfältige Maßnahmen eingeleitet, um vor allem Beiträge zur humanitären Hilfe der Menschen in der Kriegsregion zu leisten.

Heute verabschieden wir einen weiteren LKW mit knapp 14 Tonnen Sachspenden nach Charkiw in die Ukraine. Darunter sind Sachspenden, wie Feuerwehrschläuche, Schlafsäcke, Heizgeräte, Medikamente, Decken, Gehstöcke, Schutzanzüge, Feuerlöscher, Schutzbundhosen, Werkzeuge und Hygieneartikel.

Brand im Lager des Vereins

Der heutige Transport ist ein besonderer. Am 9. Oktober 2026 brach im Lager des Vereins im Frankfurter Stadtteil Dornbusch ein Feuer aus, durch das ein Großteil der Hilfsgüter zerstört wurde, welche für den heutigen Transport eingeplant waren. Nach bisherigen Erkenntnissen besteht der Verdacht auf vorsätzliche Brandstiftung; die Polizei und der Staatsschutz ermitteln.

Sollte sich im Verlaufe der weiteren Ermittlungen herausstellen, dass es sich um einen gezielten Brandanschlag gegen den Ukraine-Hilfsverein handelt, wäre dies eine besonders verwerfliche Tat. Sie würde sich nicht nur gegen fremdes Eigentum, sondern unmittelbar auch gegen Menschlichkeit und Solidarität richten.

Engagement der Initiative

Die Initiative Frankfurt for Ukraine leistet seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 Herausragendes für die vom Krieg betroffene Bevölkerung. Dazu sammelt und sortiert das Team Sachspenden und organisiert Hilfstransporte, insbesondere mit medizinischem Material, Werkzeugen und weiteren dringend benötigten Hilfsgütern. Dieser Einsatz verdient Anerkennung und Respekt.

Es ist beschämend, dass es immer mehr Menschen und auch politische Kräfte gibt, die die Ukraine im Stich und dem Kriegsverbrecher Wladimir Putin freie Hand lassen wollen. Das ist unmenschlich und daneben frontal gegen unsere eigenen Interessen gerichtet. Für die Hessische Landesregierung steht außer Frage, dass wir weiter unverbrüchlich an der Seite der Ukraine stehen und diese in ihrem Verteidigungskampf gegen den Aggressor unterstützen werden. Der Angriffskrieg gegen die Ukraine und die allgemeinpolitische Lage zeigen sehr deutlich, dass nur ein starkes Europa unsere Freiheit und unseren Frieden sichern kann.

Ermittlungen und Ausblick

Ich bin zuversichtlich, dass es den Ermittlern gelingen wird, Brandursachen und etwaige Motive aufzuklären sowie Täter erforderlichenfalls mit der Konsequenz des Rechtsstaats zur Rechenschaft zu ziehen.

Ich hoffe sehr, dass wir damit zumindest einen kleinen Beitrag leisten können, um den Menschen in der Notlage zu helfen. Wir werden die Ukraine auch in Zukunft bestmöglich unterstützen. Auch in Zeiten des andauernden Krieges darf unsere Solidarität mit der Ukraine und den Menschen nicht schwinden.

Dank an die Helferinnen und Helfer

Mein Dank gilt den vielen Hessen, die den Ukrainern, die zu uns geflüchtet sind, in den letzten Jahren mit Empathie und Solidarität begegnet sind – in den Kommunen, in den Schulen, in den Vereinen, in den Kirchen, in der Nachbarschaft oder auch nur in einem Gespräch. Hessen hat gezeigt, dass wir ein menschliches und werteorientiertes Bundesland sind.

Es bleibt zu hoffen, dass dieser schreckliche Krieg bald zu einem Ende kommt. Dabei muss ein gerechter Frieden, der die berechtigten Interessen der Ukraine wahrt, unser gemeinsames Ziel sein. Angriffskriege dürfen keinen Erfolg haben; sonst weiten sie sich immer mehr aus.“

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